Verband der Diätassistenten
Im Browser anzeigen
Titelbild
 
Print page

drucken

VDD-Newsletter Juli 2026

Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser des VDD-Newsletters,

der Sommer hat die Menschen voll im Griff, die Temperaturen machen vielen sehr zu schaffen, vor allem Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Patienten im Krankenhaus. Diätassistenten in Praxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern sind jetzt ganz besonders gefordert.

Auch der politische Sommer in Berlin ist heiß. Die Gesundheitsreform ist und bleibt Thema, auch auf den Veranstaltungen, wo der VDD mitdiskutiert und Gesicht gezeigt hat. Es bestätigt sich: Viele Probleme und Kosten gäbe es nicht, wenn mehr auf Prävention und fachliche Expertise gesetzt würde. Insofern freuen wir uns über einen Vorstoß aus Bayern, der Ernährungstherapie auf Rezept befürwortet und diese Forderung jetzt nach Berlin trägt.

Wir haben Ihnen hier wieder einen bunten Strauß an Themen aufbereitet. Über ein Feedback freuen wir uns.

Herzliche Grüße
Ihr VDD

 

Das sind unsere Themen

 
 
 
 
 

VDD-Kongress: Protokoll der Mitgliederversammlung verfügbar

Mit großem Erfolg haben wir zusammen mit unseren Kooperationspartnern BDEM, DGEM, DAEM und VDOE im Mai den VDD-Kongress in Wolfsburg durchgeführt. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Kongressbesucher, Unternehmen und Sponsoren, Teilnehmende an der Postersession, Referenten und Vorsitzende der Sessions.

  • Wir möchten gerne noch einmal an die aktuelle Berufsfeldanalyse erinnern, die wir in Wolfsburg gestartet haben. Wenn Sie sich noch beteiligen möchten, haben Sie hier die Gelegenheit dazu. Je mehr Feedback wir erhalten, umso verlässlicher sind unsere Daten und umso nachdrücklicher können wir die Diätassistenten im politischen Prozess vertreten.
  • VDD-Mitglieder können das Protokoll der Mitgliederversammlung jetzt im internen Bereich der Webseite nachlesen. Die Mitgliederversammlung findet traditionell am Vorabend des Kongresses statt und hatte auch in diesem Jahr wichtige Themen für die Verbandsentwicklung parat. Wer nicht dabei sein konnte, liest alle wesentlichen Ergebnisse im Protokoll. Einfach einloggen: VDD-Webseite >> Login >> intern >> VDD intern.
  • Lassen Sie den Kongress selbst noch einmal Revue passieren: Bilder und eine filmische Zusammenfassung finden Sie ebenfalls auf der VDD-Webseite. Wer Bilder für den eigenen Bedarf benötigt, den oder die bitten wir um eine Anfrage an vdd@vdd.de
  • Nach dem Kongress ist vor dem Kongress: Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für unsere nächste Jahresveranstaltung. Der nächste VDD-Kongress findet als Jubiläumskongress zum 70jährigen Bestehen vom 20. bis 22. Mai 2027 wieder in Wolfsburg statt – schon jetzt gerne vormerken!
 
 

Gemeinsam ein gutes Bild abgeben – bitte aktualisieren Sie Ihr Profil!

Unsere Online-Suche nach Diätassistenten ist für viele Menschen der erste Kontakt zu unserem Berufsstand. Patienten, Ärzte, Einrichtungen und Interessierte informieren sich hier gezielt über qualifizierte Ansprechpartner in ihrer Region.

Umso wichtiger ist ein vollständiges und aktuelles Profil. Ein Foto, eine aussagekräftige Beschreibung Ihrer Tätigkeit und Ihrer Schwerpunkte sowie aktuelle Kontaktdaten helfen nicht nur dabei, besser gefunden zu werden – sie vermitteln auch Kompetenz und Professionalität.

Unvollständige oder veraltete Profile hingegen lassen die Suche insgesamt weniger ansprechend wirken und erschweren Interessierten die Orientierung. Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass unser gemeinsamer Auftritt überzeugt.

Deshalb unsere Bitte: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und prüfen Sie Ihr Profil. Ergänzen oder aktualisieren Sie Ihre Angaben, fügen Sie – falls noch nicht vorhanden – ein professionelles Foto hinzu und überprüfen Sie Ihre Kontaktdaten.

Wir unterstützen Sie gerne.

Mit einem gepflegten Profil stärken Sie nicht nur Ihre eigene Sichtbarkeit, sondern auch die Außenwirkung unseres gesamten Berufsstandes. Vielen Dank schon jetzt!

 

VDD-Präsidentin Iris Flöhrmann und Michael Wirtz, Vorsitzender der AdipositasHilfe Deutschland, beim Hauptstatdkongress 2026. Bildquelle: VDD

 

Drei Tage Hauptstadtkongress – Es gibt mehr als Medizin und Pflege!

Vom 23. bis 25.Juni ging es in Berlin beim diesjährigen Hauptstadtkongress um die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Natürlich war das geplante Gesundheitsreformgesetz ein zentrales Thema. Es gab viele Appelle zu Visionen und Veränderungen, oft leider in den gewohnten Strukturen.

Dass Prävention und Primärversorgung mehr sind als ärztliche und pflegerische Tätigkeit, betonten Vertreter der Gesundheitsberufe aus allen Heilmittelbereichen. VDD-Präsidentin Iris Flöhrmann nutzte in zahlreichen Gesprächen und Redebeiträgen die Gelegenheit, die Notwendigkeit qualitätsgesicherter Angebote rund um die Ernährung in allen Lebensphasen zu betonen, egal ob zur Gesunderhaltung oder Unterstützung der Therapie durch Fachpersonal. Gerade in den Sessions zur Behandlung der Adipositas konnte sie gemeinsam mit Prof. Dr. Diana Rubin (DGEM) und Michael Wirtz (AdipositasHilfe Deutschland e.V.) die Fahne für die Ernährungstherapie hochhalten und verdeutlichen, wie unverzichtbar Diätassistenten und qualifizierte Ernährungsfachkräfte in den multiprofessionellen Teams sind.

Während Diana Rubin in ihrem Vortrag Nutzen und Kosteneffektivität durch Erfahrungsmedizin und -therapie beschrieb, schilderte der Patientenvertreter beeindruckend, wie schwierig es für Betroffene ist, an eine qualifizierte Ernährungstherapie zu kommen, und mahnte endlich die Umsetzung des DMP-Adipositas an. Wirtz unterstrich dabei die VDD-Position, dass für die Umsetzung des multiprofessional ausgerichteten DMPs die entsprechend ausgebildeten Gesundheitsberufe nötig sind.

VDD-Präsidentin Iris Flöhrmann ergänzte diese Forderung mit dem Hinweis, dass Diätassistenten bereits in der grundständigen Ausbildung wesentliche Kompetenzen in Bezug auf Ernährung, Ernährungsverhalten und Therapie von Adipositas-Erkrankten erhalten. Deren Betreuung im Team gehört zum Berufsalltag, und das wird durch regelmäßige, speziell auf die Ernährungstherapie zugeschnittene Weiterbildungsmaßnahmen, wie den VDD-Z-Kurs Adipositas, vertieft werden. Flöhrmann betonte, dass es nicht sinnvoll sei, neue Bezeichnungen oder Fortbildungen zu planen, sondern endlich die Angebote, die es bereits gibt, fest in den Versorgungsalltag zu integrieren.

 

Bildquelle: VDD

 

„Mehr Ernährungstherapie auf Rezept“: Diätassistenten begrüßen Vorstoß aus Bayern

Es war ein starkes Signal für die Diätassistenten und damit die Ernährungstherapie: Mit Zustimmung aller Fraktionen hat der Bayerische Landtag im Juni einstimmig mehrere Anträge zur Weiterentwicklung der Ernährungstherapie verabschiedet. In einer Presseinformation haben der Bund für Ausbildung und Lehre in der Diätetik (BALD) und der Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband (VDD) diesen Antrag „Prävention und Therapie durch Ernährung: Mehr Ernährungstherapie auf Rezept“ ausdrücklich begrüßt.

Der Vorstoß aus Bayern sieht vor, den Beruf der Diätassistenten zu reformieren und die Versorgung der Patienten durch Ernährungstherapie zu stärken.

Die Landtagsbeschlüsse lauten:

  • Reform der Berufsgesetzes für Ernährungstherapie,
  • Entwicklung eines Konzeptes für eine Teil-Akademisierung der Diätassistenten
  • Stärkere Verankerung der Ernährungstherapie im Gesundheitssystem („Mehr Ernährungstherapie auf Rezept“).

Diese Forderungen werden nun nach Berlin getragen.

„Wir sehen die Beschlüsse aus Bayern als einen großen Erfolg für die Sicherung der hohen therapeutischen Qualität durch Diätassistentinnen und Diätassistenten und die Stellung des Berufes an“, sagt VDD-Präsidentin Iris Flöhrmann dazu. Jannina Brumm (BALD e.V.) betont außerdem, dass dies ein wichtiger Schritt in Bezug auf die Ausbildung von Diätassistenten und die Versorgung der Patienten ist.

Ernährungstherapie ist in der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte rund um die Krankenhausreform, die Digitalisierung und den Patientenschutz ein wichtiger Baustein. Die Einbindung von Diätassistenten in der Ernährungstherapie muss Regelleistung der GKV werden, das beinhaltet auch den Zugang zur Telematikinfrastruktur.

Den Anträgen im Bayerischen Landtag vorausgegangen und resultierend aus intensiven Gesprächen mit den Fachleuten von BALD und VDD sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), weiteren Berufsverbänden und Vertretern bayerischer Hochschulen war ein vom Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit, Pflege und Prävention des Bayerischen Landtages, Bernhard Seidenath (CSU) initiiertes Werkstattgespräch mit Politikern aus verschiedenen Fachbereichen.

Dabei ging es nicht nur um die berufliche Weiterentwicklung der Diätassistenten und eine zeitgemäße Berufsbezeichnung, sondern auch um mehr Ernährungstherapie auf Rezept – zum Wohle der Patienten und zur Entlastung der Gesundheitskassen. Der einhellig beschlossene Antrag des Bayerischen Landtages ist also das Ergebnis eines längeren Prozesses, das jetzt in Berlin weiter beraten werden muss.

 

Iris Flöhrmann und Isabel Storek vertraten den VDD beim GKV in Berlin. Bildquelle: VDD

 

Der VDD beim GKV-Spitzenverband: Heilmittelversorgung gemeinsam gestalten

Viele Chancen, viele Herausforderungen und viele Möglichkeiten – die gibt es bei der Heilmittelversorgung. Um mögliche Veränderungen für die Zukunft gemeinsam zu besprechen, hatte der GKV-Spitzenverband im Juni nach Berlin eingeladen. Neben Impulsvorträgen gab es gezielte Workshops zur Zukunft der Heilmittelversorgung.

Für den VDD brachten Iris Flöhrmann und Isabel Storek die Perspektive der Berufsgruppe ein. Im Fokus: die Stärkung der Eigenverantwortung von Patientinnen und Patienten sowie deren Versorgung in besseren ambulanten Rahmenbedingungen.

Fazit der Veranstaltung: Ein wertvoller Austausch von Heilmittelerbringern, Medizinischem Dienst, Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV), Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) und Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit dem GKV-Spitzenverband. Wir hoffen sehr, dass er Früchte trägt.

 
Quelle: VDD
 

GESA-Kongress: Fokus Ernährung – Eine interprofessionelle Herausforderung

Zum 10. Mal fand Anfang Juli der GESA-Kongress (Gesund aufwachsen im Revier) in Essen statt. Unter dem Titel Ernährung – Eine interprofessionelle Herausforderung und organisiert von der Medecon. Ruhr wurde das Thema Ernährung im Kindes- und Jugendalter aus verschiedenen Perspektiven in den Blick genommen. Bewusst mit interprofessioneller Ausrichtung — der Kongress richtete sich unter anderem an Fachkräfte aus Medizin, Therapie, Pädagogik, Sozialarbeit, Wissenschaft, Kommunen, Kitas, Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich sehr deutlich, dass Ernährung nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie berührt medizinische, psychosoziale, pädagogische und strukturelle Fragen — und genau dort braucht es unsere Expertise. Daher war es für den VDD sehr wichtig, teilzunehmen und die Berufsgruppe in diesen Netzwerken zu präsentieren.

Referenten und Teilnehmer waren sich einig: Gesundheits- und Ernährungskompetenz gehören zusammen. Es wurde intensiv darüber diskutiert, wie ein gesundes Ernährungsverhalten im Kontext von Prävention und chronischen Erkrankungen gefördert werden kann und auf welche Widerstände man dabei stößt.

Schade, dass gute Ansätze oft an Strukturen scheitern. Statt das soziale und gesundheitliche Prozedere zu trennen, sollten alle Professionen daran teilnehmen. Einmal mehr wurde deutlich, dass es nicht nur für Familien schwierig ist, jemand Kompetentes zu finden, um Ernährungsfragen stellen zu können und dann auch kompetente Antworten zu erhalten. Denn auch die Fachkräfte in Kommunen, Kitas, Schulen und Betreuungseinrichtungen wünschen professionelle Beratung und Begleitung.

Stefanie Biermann, Ernährungstherapeutin B.Sc., war im Forum „Ernährung im Kontext chronischer Erkrankungen“ mit dabei: Sie sprach über Ernährung zwischen Prävention, Therapie und Teilhabe und konnte die ernährungstherapeutische Perspektive einbringen. Ergänzend zu ihrem Beitrag stellte VDD-Präsidentin Iris Flöhrmann den Berufsverband der Diätassistenten als kompetenten Ansprechpartner und Anlaufstelle mit Sitz in Essen vor. Der Kongress bot eine gute Gelegenheit, unsere Fachlichkeit als qualifizierte Ernährungsfachkräfte in einem breiteren, interprofessionellen Kontext sichtbar zu machen.

 
Screen: VDD/L. Richard
 

ESPEN-KONGRESS 2026: „Nutrition is the Mission“

Vom 5. bis 8. September 2026 trifft sich die internationale Fachwelt der Klinischen Ernährung und des Stoffwechsels im Estrel Congress Center in Berlin. Nach 13 Jahren kehrt der ESPEN-Kongress damit nach Deutschland zurück – mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V., kurz DGEM, als gastgebender nationaler Fachgesellschaft. Unter dem Motto „Nutrition is the Mission“ steht der globale Wissensaustausch rund um die Ernährungsmedizin im Mittelpunkt. Für VDD-Mitglieder eine spannende Veranstaltung mit viel fachlichem Input und reichlich Gelegenheit zum Netzwerken mit anderen „high experts“. Es gibt Sonderkonditionen …

Erwartet werden über 4.000 Teilnehmende aus Medizin, Forschung, Diätetik, Pflege, Pharmazie und verwandten Disziplinen sowie mehr als 1.000 Abstract-Präsentationen. In 16 wissenschaftlichen Sitzungen werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Ernährungstherapie bei kardiovaskulären, hepatischen und renalen Erkrankungen, Tumorerkrankungen, intestinalem Versagen sowie bei intensivmedizinischen Patientinnen und Patienten vorgestellt.

Weitere Schwerpunkte sind: die therapeutischen Potenziale von Fasten und Chrononutrition sowie die Bedeutung gezielter Sporteinheiten für metabolische Prozesse. Besondere Highlights des Kongresses sind erstmals eigene Sessions zu hochverarbeiteten Lebensmitteln (Ultra-Processed Foods) und Mikroplastik – zwei Themen mit wachsender Relevanz und weitreichenden Implikationen für die menschliche Gesundheit.

Zur Registrierung gelangen Sie hier.

VDD-Mitglieder erhalten dank Sponsoring durch die DGEM einen Rabatt. Dazu muss bei der Anmeldung ein Code angegeben werden. VDD-Mitglieder können ihn per Mail an vdd@vdd.de, Stichwort: ESPEN, erfragen.

 
 

DAG aktualisiert Adipositas-Leitlinie für Kinder und Jugendliche: Konsultationsphase beendet

Am 15. Juni 2026 ist die Konsultationsphase für die Aktualisierung der Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ abgelaufen. Die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) hat darin zwei neue Empfehlungen aufgenommen, schreibt das Portal medical-tribune. An der Aktualisierung haben danach neben der DAG noch 21 weitere Fachgesellschaften sowie Selbsthilfegruppen mitgewirkt.

Hintergrund der vorgezogenen Aktualisierung ist, dass sich die Evidenzlage zur medikamentösen Therapie im Kindes- und Jugendalter grundlegend verändert hat. Es hat sich erwiesen, dass die moderne Therapie mit GLP1-Rezeptoragonisten klinisch relevante Effekte zeigen. Jungen Patienten lässt sich so eine bessere bzw. zusätzliche Therapieoption anbieten.

  • Als Ergänzung einer leitliniengerechten Lebensstilintervention kann ab dem zugelassenen Mindestalter jetzt auch eine medikamentöse Adipositastherapie in Frage kommen. Allerdings gibt es strikte Vorgaben, wie die Betreuung in spezialisierten Zentren und die Therapie nach definierten Kriterien. Jeder Einzelfall ist individuell zu prüfen.
  • Bei Kindern und Jugendlichen, die unter extremer Adipositas leiden, wird die medikamentöse Therapie als Alternative zu einer bariatrischen Operation stärker empfohlen. Denn die Betroffenen tragen ein erheblich höheres Risiko für Typ-2-Diabetes, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie und kardiovaskuläre Folgeerkrankungen.

Mit der deutlich verbesserten Evidenz und den daraus resultierenden Leitlinien-Empfehlungen ist auch die Forderung nach einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen verbunden. Es handele sich nicht um eine sog. Lifestyle-Intervention (die häufig abgelehnt wird), sondern um eine chronische Krankheit, die so besser zu therapieren sei, heißt es.

Die Konsultationsfassung gilt bis zum 31.1.2027.

Hier lesen Sie den Artikel.

 
 

Kurzmeldungen für VDD-Mitglieder

Alles, was Recht ist

Die digitale Patienten- und Klientengewinnung bietet für Diätassistenten und Therapeuten enorme Chancen. Doch die rechtlichen Hürden bei der Praxiswerbung sind hoch. Im Gesundheitsbereich agiert die Rechtsprechung streng. Wer auf der Website oder in sozialen Medien unbedacht formuliert, riskiert teure Abmahnungen.

Wichtige Rechtsnormen:

Keine Heil- oder Erfolgsversprechen: Gemäß § 3 Heilmittelwerbegesetz (HWG) ist irreführende Werbung verboten.

Sachliche Information: Superlative wie „die effektivste Ernährungsberatung der Region“ oder reißerische Rabattaktionen für therapeutische Leistungen sind nicht angebracht und verstoßen gegen das Sachlichkeitsgebot.

Vorsicht bei Fernberatung: Eine ausschließliche Beratung oder Behandlung aus der Ferne (Telemedizin) ist nach § 9 HWG nur unter engen, fachlich anerkannten Standards zulässig. Die Werbung darf nicht dazu verleiten, den direkten Therapeutenkontakt zu ersetzen.

Auch das strenge Verbot von Vorher-Nachher-Bildern zum Zwecke der betrieblichen Werbung hat der Bundesgerichtshof (BGH) im vergangenen Jahr noch ausgeweitet. Bildvergleiche zur Bewerbung von therapeutischen oder ästhetischen Körperformungs- und Diätbehandlungen können als unsachliche Beeinflussung eingestuft werden.

Aktiv im Ruhestand – was gilt steuerlich?

Viele Diätassistenten möchten auch nach der Regelaltersrente weiterhin in der Ernährungsberatung oder Prävention tätig sein. Doch wie wirken sich Honorareinnahmen steuerlich aus? Und wann greift die Übungsleiterpauschale?

Die wichtigsten Antworten und Praxistipps finden Sie jetzt im internen Mitgliederbereich unter >> Freiberuflichkeit.

 

Netzwerk Gesund ins Leben legt neue Handlungsempfehlungen vor

Das Netzwerk Gesund ins Leben hat Anfang Juli die aktualisierten Handlungsempfehlungen für die Zeit des Kinderwunsches und der Schwangerschaft veröffentlicht.

In der Phase von Kinderwunsch und Schwangerschaft sind Frauen bzw. Paare offen dafür, ihr Essverhalten zu überdenken und ihre Lebensweise anzupassen, die Nutzung dieses Zeitfensters ist sehr Erfolg versprechend. Die aktuellen Empfehlungen beinhalten Themen wie Körpergewicht und Gewichtsentwicklung, Energie- und Nährstoffbedarf sowie Ernährungsweise, einschließlich vegetarischer und veganer Ernährung, Empfehlungen zum Konsum von Koffein, Alkohol, Nikotin und erstmals auch Cannabis. Bei den Nährstoffsupplementen wurde Vitamin D neu aufgenommen.

Die Handlungsempfehlungen „Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft“ stehen ab sofort zum Download und zur Bestellung zur Verfügung.

Neues Methodenpapier zur Optimierung von Ernährungsempfehlungen

Die DGE hat ein neues Methodenpapier „Investigations of a multi-objective diet optimization model including human health, environment, and observed dietary intake“ veröffentlicht. Es liefert Grundlagen für die mathematische Optimierung von Ernährungsempfehlungen und beschreibt, wie sich die drei Komponenten Minimierung des Krankheitsrisikos, der Umweltlast und der Abweichungen vom üblichen Verzehr im Modell gegenseitig beeinflussen.

Außerdem zeigt es die Ableitung eines Gesundheitsindikators, um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Erkrankungsrisiken in das Modell zu integrieren.

Diese methodischen Untersuchungen liefern eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlungen der DGE. Das Methodenpapier zeigt, wie Gesundheit, Umwelt und Ernährung miteinander zusammenhängen und unterstreicht die Bedeutung aller drei Komponenten für das Optimierungsmodell.

Hier lesen Sie mehr.

 

KidZ – Köstlich in die Zukunft“ – Neues für die Seniorenverpflegung

Das Projekt „KidZ – Köstlich in die Zukunft“ will nachhaltige und alltagstaugliche Verpflegungskonzepte in Senioreneinrichtungen etablieren. AWO Bundesverband und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) haben von 2024 bis 2026 bundesweit ein Konzept für die Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen entwickelt.

Das Projekt zeigt, dass eine überwiegend pflanzenbasierte und vollwertige Küche sowohl die Gesundheit älterer Menschen fördern als auch Umweltbelastungen reduzieren kann. Bei den Rezepten wurde besonderer Wert auf Geschmack, Alltagstauglichkeit und die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen gelegt, etwa bei Kau- oder Schluckbeschwerden.

Das vollständige Workshop-Konzept steht kostenlos zur Verfügung und kann auf weitere Einrichtungen der stationären Pflege übertragen werden.

Workshop und Informationsmaterialien finden Sie hier.

 
 

Fortbildung im Blick behalten!

Sie möchten Ihre Kenntnisse erweitern und weiterführende Kompetenzen erwerben? Entdecken Sie die aktuellen Zertifikatskurse, Seminare und Veranstaltungen des VDD!

Hier ist die aktuelle Fortbildungsübersicht des VDD      

Online Seminare

  • Ernährungstherapie bei Typ-2-Diabetes für Klinik und Praxis, 04.09.2026
  • Train-the-Trainer Enährungsberatung, 07.09.2026 (Grundlagenseminar), 28.09.2026(Praxisseminar)
  • Gestationsdiabetes, 16.09.2026
  • Ernährung im Schichtdienst (einzeln buchbar):23.09.2026 (Gesund bleiben im Schichtdienst), 13.11.2026 (Schlafgesunde Ernährung), 22.01.2027 (Ernährung im Schichtdienst)"
  • Motivational Interviewing (MI) in der Ernährungstherapie (einzeln buchbar), 01.10.2026 (Grundlagensemiar), 15.10.2026 (Aufbauseminar), 29.10.2026 (Praxisseminar)
  • Dünndarmfehlbesiedlung SIBO in der Ernährungstherapie (einzeln buchbar), 20.10.2026 (Teil 1), 10.11.2026 (Teil 2), 01.12.2026 (Teil 3), 12.01.2026 (Teil 4)
  • Rheuma und Ernährung , 22.10.2026
  • Ernährung im Sport (einzeln buchbar), 24.10.2026 (Teil 1), 14.11.2026 (Teil 2), 05.12.2026 (Teil 3)
  • Onkologie, 25.11.2026

Präsenz Seminare    

  • Aufbauseminar für die Ernährungstherapie für Menschen mit Essstörungen, 16. + 17.10.2026
  • Basisseminar für die Ernährungstherapie für Menschen mit Essstörungen, 22. + 23.01.2027

Zertifikatskurse        

  • Allgemeine Pädiatrie: Block 1 (Präsenz): 15.-17.10.2026 ,Block 2 (online): November 2026 - Januar 2027, Block 3 (Präsenz): 11.-13.02.2027
  • NEU: Adipositastherapie:Block 1 (Präsenz): 10.-12.12. , Block 2 (Präsenz): 11.-13.02.2027, Block 3 (Präsenz): 15.-17.04.2027
Auf unserer Terminseite finden Sie alle wichtigen Fort- und Weiterbildungsangebote – stets aktuell und übersichtlich. In allen Fragen zum Fortbildungangebot ist Anke Lehmkuhl in der VDD-Geschäftsstelle Ihre Ansprechpartnerin: Tel. 0201-94685372.
 
 

Veranstaltungen

XXI. Internationaler Kongress für Nierenernährung und Stoffwechsel (ICRNM 2026)

Veranstalter: International Society of Renal Nutrition and Metabolism (ISRNM)

Individualisierte Ernährung für beste Nierenergebnisse: Kongress für Ernährungsfachkräfte mit Schwerpunkt Nephrologie. Mit international hochkarätigen Referenten!

Informationen und Programm gibt es hier.

Kalendar Icon

15. bis 19. September 2026

Estrel Congress Centrum Berlin

Fax Icon
 
Mail Icon
 

1st Interdisciplinary Symposium on Food, Nutrition and Health, Kulmbach, 2026
Veranstalter
: Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit, Campus Kulmbach

Das erste interdisziplinäre Symposium zu Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit, Kulmbach, 2026 findet im Oktober statt. Anmeldeschluss ist der 31.07.2026. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Hier finden Sie das aktuelle Programm. VDD-Mitglieder mit Zertifikat erhalten 6 Fortbildungspunkte.

Kalendar Icon

5. und 6. Oktober 2026
Campus Kulmbach in der Alten Spinnerei (1. OG, Hörsaal, Raum ASP 147.1)

Fax Icon
 
Mail Icon
 

Wie lässt sich der German-Nutrition Care Process (G-NCP) erfolgreich in der medizinischen Rehabilitation umsetzen?

Veranstalter: Bildungszentrum Erkner/ Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)

Praxisnahe Fortbildung, um den G-NCP als standardisierte und qualitätsorientierte Ernährungstherapie strukturiert anzuwenden. Eine Anmeldung ist bis zum 10. August 2026 möglich. Mit Dipl.-oec.-troph. Christine Reudelsterz, DRV Bund, und Dipl. med.päd. Sabine Ohlrich-Hahn, Hochschule Neubrandenburg

Mehr erfahren.

Kalendar Icon

12. und 13. Oktober 2026

Bildungszentrum Erkner

Fax Icon
 
Mail Icon
 

Kontakt

 

VDD Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V. Susannastr. 13 - 45136 Essen www.vdd.de

Kalendar Icon

+49 201 - 94 68 53 70

Kalendar Icon

+49 201 - 94 68 53 80

Kalendar Icon

vdd@vdd.de

 

Der Schutz Ihrer Privatsphäre ist uns wichtig. Hier finden Sie alle Informationen
über unsere Datenschutzbestimmungen.

 

Newsletter weiterempfehlen.

 

Newsletter abbestellen.